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Yoga/Hatha-Yoga

Yoga bedeutet Einheit oder Verbindung. Die Wortwurzel „yui“ aus dem Sanskrit bedeutet wörtlich anjochen, anschirren, zusammenführen. Gemeint ist die Einheit mit der Stille – als Seinszustand, wie es jedem Menschen möglich ist – ungeachtet seiner Kultur- oder Religionszugehörigkeit.

Das zweite Sutra von Patanjali lautet: yogas citta-vrtti nirodhah – Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen aller seelisch-geistigen Vorgänge. B.K.S. Iyengar drückt es folgendermassen aus: Yoga ist die Vereinigung des individuellen Selbsts mit dem universellen Selbst.

Hatha-Yoga

Hatha bedeutet eigentlich Kraft und auch Gewalt. Man soll also kraftvoll üben. Ha meint aber auch Sonnenstrom oder Aktivität und Spannung. Tha meint Mondstrom oder Passivität, Entspannung.

Hatha-Yoga besteht aus speziellen körperlichen Übungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Übungen mit besonderer Atmung (Mudras). Im Hatha-Yoga wird die Achtsamkeit immer wieder nach innen auf körperliche, geistige Prozesse und das Atemgeschehen gelenkt. Gerichtete Aufmerksamkeit fördert die Konzentrationsfähigkeit – der menschliche Geist kommt mehr und mehr zur Ruhe.

Yoga umfasst über Hatha-Yoga hinaus spezielle Konzentrationsübungen und Meditation. Frau Walthert unterrichtet Kurse in Hatha-Yoga, also in körperlich orientiertem Yoga. Im Weiteren ist daher nicht mehr von Yoga, sondern immer von Hatha-Yoga die Rede.

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Innere Erfahrung und inneres Erleben sind weitaus wichtiger als die äussere Form der Körperübungen.

Sowohl jüngeren wie auch älteren Menschen ist es möglich, Hatha-Yoga zu praktizieren. Die absichtsvoll gerichtete Aufmerksamkeit wird in jeder Körperhaltung (Asana) gleichermassen geübt und gelingt immer vertiefter, wenn Ablauf und Technik der Körperbewegungen und -stellungen zunehmend vertrauter werden. Es spielt daher keine Rolle, „wie gut“ jemand eine Übung bereits kann. Was zählt, ist die Hingabe an die Praxis, die Atmung – kurz, die Arbeit, die getan werden muss, um innere Stille und Frieden zu finden.

Die Ansagen während der Lektion erlauben individuelles Üben im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. Wichtig ist, eigene Grenzen zu respektieren und keinesfalls Schmerzgrenzen zu überschreiten.

Wirkungen auf den Körper

Regelmässiges Praktizieren von Yogastellungen bietet ein ideales Körpertraining für Kraft und Beweglichkeit von Wirbelsäule und Gliedmassen. Die Übungen wirken gleichermassen auf Muskulatur, Bänder, Sehnen und Gelenke ein. Das Einnehmen und Halten der Stellungen (Asanas) begünstigt physiologische Funktionen von Atmung, Kreislauf, Verdauung und den übrigen inneren Organen. Ausserdem beeinflussen sie das Nervensystem positiv und stärken Willen und innere Stabilität.

Wirkungen auf den Geist

Im Hatha-Yoga wird die Aufmerksamkeit immer wieder auf interne körperliche und geistige Prozesse und den Atem gelenkt.

Die Absicht, den Geist beim Praktizieren von Asanas nach innen zu richten und im Inneren zu halten, fördert die Konzentrationsfähigkeit. Erst wenn der Geist sich auf den Körper und die körperinternen Geschehenisse konzentriert, werden Körperhaltungen zu Asanas. Das Halten der Körperstellungen fördert Willensstärkung und Aufbau der inneren Stabilität. Wenn der menschliche Geist (Gedanken, Fühlen und Wünsche) schliesslich voll konzentriert ist, kommt das „innere Geschwätz“ zur Ruhe.

Weniger Stressanfälligkeit und mehr Gelassenheit, Toleranz und Geduld sind positive Auswirkungen davon.

Wir üben eine sehr sanfte Art von körperlichem Yoga. Wichtig ist, stets auf sich selbst zu hören und nie über Schmerzgrenzen hinaus zu gehen.

Bei körperlichen Einschränkungen wie hoher Blutdruck, Herzprobleme, Schilddrüsenüberfunktion, akute Augenprobleme (z.B. hoher Augendruck), Bandscheibenvorfall, Schleudertrauma sollten gewisse Übungen vermieden werden.

In Indien wird geraten, während der Menstruation keine anstrengenden Übungen oder Umkehrübungen wie die Kerze zu praktizieren. Spüren Sie selbst, was Ihnen gut tut. Meiden Sie allenfalls Übungen, welche Druck auf den Unterleib ausüben. Daneben gibt es Übungen, die während der Menstruation ausgesprochen wohltuend wirken. Bis zum 3. Monat einer Schwangerschaft können alle Übungen praktiziert werden. Danach wird für bestimmte Übungen Ersatz empfohlen.

Bitte sprechen Sie mit der Kursleiterin, wenn Sie Befürchtungen haben, eingeschränkt sind oder schwanger. Während der Lektionen ist es möglich, individuell auf Sie einzugehen und Ersatzübungen anzubieten.

Krieger

Kurse

Zeit
Montag von 17.00 bis 18.00 Uhr für Männer reiferen Alters mit etwas eingeschränkter Beweglichkeit (noch freie Plätze)
Mittwoch von 18.00 – 19.15 Uhr eine gemischte Gruppe für Männer und Frauen, die zum Teil neu mit Yoga beginnen (noch freie Plätze)
Donnerstag, 9.15 bis 10.45 Uhr (ausgebucht)

Ort
Physiotherapie Bahnhofplatz im 1. Stock
Bahnhofstrasse 11, 3123 Belp

Daten
Bitte erkundigen Sie sich in der Praxis. In der Regel setzen sich die Kurse ohne Unterbruch fort. Ausnahme ist eine längere Sommerpause.

Leitung
Rosmarie Walthert , dipl. Yogalehrerin, dipl. Physiotherapeutin, Craniosacraltherapeutin

Kosten
Bitte erkundigen Sie sich bei Frau Walthert.

Schnuppern
Eine Schnupperlektion ist nach Voranmeldung immer möglich und kostet CHF 10.00. Bitte melden Sie sich unter Kontakt.